Montag, 28. Juli 2014

Bald geht’s los!



Zugegeben, die Anspannung ist gross. Auch bei mir. Der grosse Moment rückt immer näher. Am 2. August 2014 ist die Premiere des grossen Freilichttheaters „Der Kilchherr vo Saas“. Viel Arbeit. Enormes Engagement. Intensives Üben. Unzählige Vorbereitungen. All das liegt dann hinter uns. Am kommenden Samstag gilt es ernst. Es gibt kein Zurück mehr. Ja, auch ich bin überaus angespannt. Habe sogar schlaflose Nächte. Als Mitverantwortlicher muss dies wohl sein.
Trotzdem, ich freue mich darauf, dass es nun endlich losgeht. Staune darüber, dass ein solches Projekt im Saastal überhaupt gestemmt werden kann. Bin begeistert über das grossartige Engagement der über 50 Schauspieler. Ich bin überzeugt, dass die Zuschauer unvergessliche Stunden erleben werden. Abtauchen werden in alte Zeiten. Eindrücklich wird das bunte Dorfleben der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dargestellt. Armut, Neid, Mord, familiäre Tragödien: Das Geschehen geht unter die Haut. Ein faszinierendes Theater aus jener Epoche. Leute mit alten Gerätschaften. Waschweiber, die unglaublich tratschen. Auch Schmuggler, Bergführer und Taugenichtse sind dabei. Sogar der Bischof von Sitten und vor allem der legendäre Pfarrer und Tourismuspionier Johann Josef Imseng prägen die Szene. Da muss man mitleiden. Darf hoffen. Sich mitfreuen.
Klar wünschte ich mir, dass sich mancher auch von Pfarrer Imseng und seinem Engagement für die Andern inspirieren liesse. Und so dazu beiträgt, dass sich die Welt auch heute noch zum Guten verändert. Jedenfalls hoffe ich, manchen von Euch an diesem Event zu treffen. Und wenn jemand etwas für mich und meine angespannten Nerven tun möchte: Ich suche immer noch Freiwillige, die uns an diesen Anlässen in der angegliederten Gastronomie unterstützen…

„Theater: Das Vergnügen an den Schwierigkeiten der auftretenden Personen“
Sigmund Graff



Christoph Gysel

Montag, 14. Juli 2014

Philosophieren in der Freien Ferienrepublik Saas-Fee



Gemütlich zusammen sitzen. Über Gott und die Welt diskutieren. Bei einem Glas Wein die Welt verbessern. Philosophieren.

Das sind wohltuende Augenblicke. Und Momente, die wir uns im Urlaub erst recht gönnen sollten. Auch ich liebe solche Begegnungen. Kürzlich wurde in einer solch gemütlichen Runde aber folgende, schwierige Frage aufgeworfen: „Warum heissen tausend Wirtshäuser ‚zum Ochsen‘, keines aber ‚zur Kuh‘?“ Die Männer schwiegen. Die Frauen schmunzelten oder kicherten. Am Schluss lachten alle. Auch ohne dass eine schlüssige Antwort auf die zugegebener Massen nicht weltbewegende Frage gefunden wurde. Das Lachen tat richtig gut. 

Vielleicht sollten wir uns öfters solch banalen Fragen stellen. Nicht bloss tiefschürfig philosophieren. Zumindest im Urlaub ist eine gewisse Leichtigkeit zu empfehlen. Man darf die Schönheiten der Freien Ferienrepublik geniessen. Auch einmal herzhaft lachen. Und vor allem sich nicht an zu vielen komplizierten Fragestellungen wie obiger den Kopf zermartern. Ich wünsche viel Spass! Übrigens, ausgerechnet beim grossen Denker, Albert Einstein, habe ich gelesen:
„Phantasie ist wichtiger als Wissen.“

 
Christoph Gysel

Freitag, 4. Juli 2014

Fussballnationalmannschaft der Freien Ferienrepublik Saas-Fee



Dienstag, 1. Juli 2014. Folkloreabend in Saas-Grund. Die Stimmung ist im Keller. Den wenigen Gästen ist das Schunkeln vergangen. Der Traum ist ausgeträumt. Die Schweizer Fussballnationalmannschaft im Achtelfinal ausgeschieden.

Da konnte selbst der beste Alleinunterhalter des Oberwallis, Walter Keller, nichts mehr ausrichten. Auch die „Alpenfätzer“ konnten den Abend nicht mehr retten. Die junge Solojodlerin, Lea Cina, bekam ebenfalls nicht den gewohnten Applaus. Sogar das Wetter stimmte ein in die tränendurchsetzte Stimmung. Es fing an zu regnen. Das schweizerische Drama um das Ausscheiden an der Fussballweltmeisterschaft gegen Argentinien wurde bei uns selbst äusserlich voll inszeniert…

Welche Chance wurde da doch vertan! So grossartig gekämpft. Und doch verloren. Heimreise antreten. So grossartig die Schweizer auch aufgespielt  hatten – Weltmeister werden sie wohl nie. Allerdings, vom Engagement der Schweizer Fussballer darf sich der Rest des Landes etwas abschneiden. Das war vorbildlich. Ja, sogar im Saas würde uns ein totales Engagement aller Mitspieler weiter bringen. Den Traum werde ich so schnell nicht aufgeben, dass – wenn alle mitmachen – auch die Freie Ferienrepublik Saas-Fee in einer anderen Liga spielen wird, auch touristisch. Und wenn ich schon am Träumen bin: Vielleicht schickt die Freie Ferienrepublik Saas-Fee eine eigene Mannschaft an die nächste WM. Klar müssten wir unsere Bumanns, Anthamattens und Zurbriggens noch mit ein paar Stammgästen wie Messi, Shaqiri, Ribéry etc. ergänzen. Aber dazu bleibt ja noch etwas Zeit.

„Träume sind dazu da, dass man sie verwirklicht.“
Richard Gere
 



Christoph Gysel


Donnerstag, 26. Juni 2014

Staatswein der Freien Ferienrepublik Saas-Fee



Ein weiterer Meilenstein in der jungen Geschichte unseres Landes ist erreicht. Nach der Einsetzung des ersten Botschafters in Deutschland im Juni ist nun der Staatswein der Freien Ferienrepublik Saas-Fee erhältlich. Damit scheint die Ferienrepublik gefestigt und vollkommen.

Klar, jedes Land braucht einen Staatswein. Ist wichtig für Empfänge und gediegene Anlässe. Einzigartig an unserem Wein ist jedoch die einmalige Qualität. Da wurde beim Weisswein wie beim Rotwein jeweils ein Assemblage zusammengestellt, das einfach spitze ist. Die Bezeichnung „vom Feinsten“ ist dabei arg untertrieben. Die wenigen Geniesser, welche die kostbaren Tropfen schon versuchen durften, sind voll begeistert. Klar hatte die Freie Ferienrepublik zur Kreation dieser Spitzenweine ihre besten Männer in den Keller geschickt. Gourmetrestaurateur, Weinprofi, Winzer, sogar ein Pfarrer stellten zusammen mit dem Top-Kellermeister ein unglaubliches Spitzenprodukt her. Die Namen verrate ich nicht. Sonst werden die Leute allenfalls noch abgeworben. Auch die Zusammensetzung der Assemblages halte ich geheim. Nicht dass uns die Amerikaner oder gar die Franzosen das Rezept klauen. Einzigartig an unserm Staatswein ist weiter, dass er nicht den Politikern und Diplomaten vorbehalten ist. Jeder Bürger und Feriengast kann in den Genuss kommen. Fragen Sie im Restaurant nach dem Staatswein. Sie werden es nicht bereuen. Denn auch in Sachen Wein ist die Freie Ferienrepublik nicht zu toppen. Bei unserem Republikwein darf man sogar den sonst nützlichen Tipp von Cedric Dumont vergessen, welcher meinte:
„Man soll den Wein nicht vor dem Morgen loben.“





Christoph Gysel

Montag, 16. Juni 2014

Tropennächte oder erfrischende Bergluft



Der Sommer ist da. Mit voller Kraft. Viel Sonne. Faszinierende Bergblumen. Herrliche Aussichten, unzählige Wandermöglichkeiten und viele Ausflugsziele. Grossartig, wie der Sommer zur Zeit die Freie Ferienrepublik Saas-Fee prägt.



Ich höre schon den Einwand: „Du brauchst nicht schon wieder so zu schwärmen. Der Sommer ist in ganz Europa angekommen. Es ist überall heiss.“ Und doch gibt es wesentliche Unterschiede. Ich komme eben aus der Deutschschweiz zurück. Habe da unter anderem in einer grossen Kirchgemeinde einen Vortrag zum Thema „Neid“ gehalten. Daneben natürlich auch das Saastal gerühmt. Nicht wegen dessen „Neidlosigkeit“ sondern wegen der Schönheit. Das Echo war gut. Der Auftritt ein voller Erfolg. Nur, die Nächte waren fast unerträglich. Da herrschten tropische Temperaturen. Auch kein wohltuendes Lüftchen brachte Linderung. Gerne bin ich heute wieder ins Saas zurückgekehrt. Dahin, wo es nachts noch abkühlt. Da, wo immer ein angenehmer Wind weht. Zurück ins Saastal, wo die Luft deshalb so rein ist und gesund. Dahin, wo wegen der Abkühlung in der Nacht die Farben der Blumen nicht verbleichen, sondern intensiv sind. Nein, Sommer ist nicht gleich Sommer. Ich schätze die erfrischende Bergluft und brauche keine Tropennächte. Ich kann mir gut vorstellen, dass es noch mehr Menschen gibt, welche die Sonne geniessen und trotzdem nachts schlafen möchten. Bei uns ist das möglich.

„Wer den Sommer unbeschadet geniessen möchte, tut gut daran, ihn in den Bergen (resp. dem Saastal) zu verbringen.“

O.G.

 



Christoph Gysel