Donnerstag, 2. März 2017

Ohne Frauen geht es nicht

Klar, auch die Freie Ferienrepublik Saas-Fee wird von Männern bestimmt. Ob in Gemeinderäten, Verwaltungsräten und Vorständen, Frauen sind kaum zu finden. Auch auf den Wahlplakaten für die Grossratswahlen sind Frauen sehr selten. Sie dürfen allenfalls die öden Männerbilder etwas auffrischen. Ich habe diesem eigenartigen Phänomen nun jahrelang nachgedacht. Klar, Männer brauchen halt dieses Machtgefühl. Frauen machen ihren Selbstwert nicht so schnell an ihrem Einfluss fest. Männer hingegen schon. Sie wollen bestimmen. Befehlen. Sagen, was andere zu tun haben. Sie wissen schliesslich, was richtig und falsch sei. Und die Frauen? Sie vermitteln. Können auch einmal zuhören. Räumen wieder auf. Dienen.
Ich bin überzeugt, es würde weniger Geschirr zerschlagen, es würden weniger Menschen verletzt und es käme oft zu schnelleren und besseren Lösungen, wenn vermehrt Frauen in unsern Gremien sitzen würden. Frauen, die nicht poltern und sich profilieren möchten, sondern die sich dienend zum Wohl der Gesellschaft einsetzen. Klar, Männer könnten allenfalls auch von den Frauen lernen. Doch da steht ihnen die Machoprägung irgendwie im Wege. Eigentlich schade, dass die Gründer der Freien Ferienrepublik Saas-Fee in ihrer Unabhängigkeitserklärung nicht auch gleich eine Machofreie Republik ausgerufen haben.
Allerdings bin ich mir schon bewusst, dass die Frauen trotzdem die wesentlichen Dinge bestimmen. Als selbstlose Mütter. Als grossartige Partnerinnen. Als herzliche  Gastgeberinnen. Als engagierte Persönlichkeiten im sozialen Bereich oder der Kirche. Ohne sie ginge nichts mehr. Mancher Machtmann würde gar verhungern und sich nicht mehr kleiden können, wenn die gute Fee nicht mehr da wäre.
Um so mehr bleibt es mir ein Rätsel, warum Männer Angst haben vor den Frauen Mindestens im öffentlichen Bereich. Es könnte doch bloss besser werden.  Übrigens, „der Tourismus ist weiblich“. So habe ich dies in einem Aufsatz gelesen. Und der hat mich überzeugt:
  1. Frauen sind die besseren Gastgeber. Sie haben mehr HerzCharm und strahlen Atmosphäre aus.
  2. Frauen buchen den Urlaub. Männer überlassen auch dieses Engagement gerne den Frauen.
Zum Trost: Auch Männer sind Menschen. Und solche sind fähig, ihr Verhalten zu ändern.

Christoph Gysel


Es geht um eine gute Sache

Stiftungsratssitzung eines grossartigen Projektes im Bildungswesen. Ein bunter Haufen vom Unternehmer über den Anwalt zum Personalchef einer Grossfirma, dem Leiter eines Sozialwerkes  über den Künstler bis hin zu mir, dem Pfarrer. Auch die politischen Hintergründe könnten unterschiedlicher nicht sein. Trotzdem. Unser gemeinsames Projekt fasziniert uns alle. Deshalb gibt jeder alles da hinein: Fähigkeiten, Beziehungen, Zeit, Geld. Keiner muss sich selber in den Vordergrund drängen. Sich selbst verwirklichen. Wir alle brauchen der Welt nicht mehr beweisen, wie gut wir sind und was wir alles können. Es geht uns um die Sache. Um eine gute sogar.
Es gibt auch im Saas grosse Projekte. Miteinander wären sie sogar zu verwirklichen. Wenn es allen nur um die Sache gehen würde, wäre das ganz einfach. Keine persönliche Profilierung. Nicht Eigennutz. Die Sache. Das Allgemeinwohl. Die Zukunft des Tales. Und dafür setzen wir uns ein. Stehen zusammen. Setzen ein, was wir können und haben.
Die WinterCard ist so ein Projekt. Wer etwas für die Freie Ferienrepublik Saas-Fee tun möchte, engagiert sich dafür. Der phänomenaleSaisonskipass hilft mit, dass das grossartige Saastal Zukunft hat. Deshalb unterstützen wir das Projekt. Werben dafür. Kaufen ihn.
Destruktive Kritiker sollen sich als Aussenseiter wieder finden. Denn konstruktive und positive Menschen setzen sich „für die Sache ein“. Und werden damit nicht bloss das Saas, sondern irgendwie die Welt zum Guten verändern. Ich sei ein Träumer? Damit kann ich leben. Gerne investiere ich Zeit und Kreativität in Träume. Totengräberei ist doch keine ernsthafte Alternative.
Christoph Gysel

Der absolute Adrenalin Kick

Adrenalin-Kick. Das gehöre zu einem richtigen Urlaub. Manche Feriengäste sind davon überzeugt. Klar, die Freie Ferienrepublik Saas-Fee hat viel zu bieten. Nicht bloss Natur pur. 18 Viertausender. Eine grossartige Berg- und Gletscherwelt. Herrliche Pisten. Unendliche Wintersportmöglichkeiten. Ruhe. Erholung. WellnessGourmetfreuden. Nein, bei uns finden Suchende auch ihren
Adrenalin-Kick. Was das überhaupt ist? Laut Wörterbuch „eine kurzzeitig extrem hohe nervliche Erregung und ihre rauschhafte Entladung.“ Eine verrückte Gletscherabfahrt. Eine Schluchtdurchquerung, „Alpin Gorge“. Vielleicht auch ein unheimlicher Sagenabend.
Demnächst findet in der Freien Ferienrepublik Saas-Fee das Glacier-Bike-Downhill statt, dieses verrückte Velorennen die Skipistenhinunter. Und das Allalinrennen, diese brutale Skiabfahrt von 3600m ü M bis ins Dorf. Bei beiden Anlässen erlebe ich den Adrenalin-Kickübrigens nur schon beim Zuschauen. Vielleicht ist dies auch ein Tipp für Sie, denn jede Verrücktheit muss man ja nicht selber gemacht haben.
Im Saastal finden Gäste, die diesen Adrenalin-Kick suchen, vielfältige und spannende Möglichkeiten. Erlebnisse, die echt faszinieren. Und erst noch zu uns im Saas passen. Wer nämlich im Internet unter Adrenalin-Kick googelt, entdeckt auch unzählige suspekte Angebote wie: „Auto zertrümmern“ oder „Crash Room (Wohnung zerstören).
Da lobe ich mir doch einen gesitteteren Umgang mit unseren Emotionen. In der Freien Ferienrepublik Saas-Fee ist das möglich.
Christoph Gysel

Bewegender Skiurlaub

Ich werde diese Familie nie vergessen. Ein Vater verbringt mit seinen drei schulpflichtigen Kindern seinen Skiurlaub in der Freien Ferienrepublik Saas-Fee. Eigentlich nichts Besonderes. Bloss, der Engländer hatte im vergangenen Jahr seine Frau und die Kinder ihre geliebte Mutter verloren. Eine heimtückische Krankheit. Der Schmerz ist gross. Trotzdem wollten die Kinder ins Saastal kommen. Den Ort kennen lernen, wo ihr Vater vor gut 20 Jahren ihre Mutter, das Schweizer Mädchen kennen gelernt hatte. Die Berge, die Pisten erleben, die für sie so wichtig waren. Weshalb sie auch mehrere Jahre hier gearbeitet hatte. Die Kinder wollten mehr erfahren darüber. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Irgendwie auch tief betroffen gemacht. Ich spürte aber, dass die Kinder recht damit hatten, den Skiurlaub ausgerechnet hier verbringen zu wollen. Da, wo ihre Mutter so glücklich war, selber schöne Tage zu erleben. Über die gleichen Pisten zu fahren. Die Hausecke aufzusuchen, wo Vater und Mutter sich immer getroffen hatten. Sie hätten nun eine super Zeit miteinander im Saastal verbracht, meinte der Vater nach der Woche. Klar, die Kinder wollen nächstes Jahr unbedingt wiederkommen.
Sicher, das Saastal ist voll von Geschichten. Viele sind schön. Manche auch schrill. Unvergesslich sind wohl die bewegenden. Die Freie Ferienrepublik Saas-Fee scheint mir aber auch ein guter Ort für verletzte Seelen zu sein …
Christoph Gysel

Donnerstag, 26. Januar 2017

Nebel, was ist das?

Radiotermin in Zürich. Ich bin bereit. Habe die neue Staffel mit Morgengedanken vorbereitet. Und reise deshalb motiviert aus dem Saastal. Vor Bern tauche ich ein in den Nebel. Bin völlig überrascht. Seit Wochen haben wir in der Freien Ferienrepublik Saas-Fee schönstes Wetter. Dass es auch Nebel gibt, habe ich völlig vergessen. Die tägliche Sonne erschien mir so selbstverständlich. Doch dies ist nicht so.
Da klagen Millionen von Menschen im nördlichen Europa über die Hochnebel-decke. Auch weite Teile der Deutschschweiz sind trotz Hochdruck Wetter unter einem Deckel. Nass, kalt und düster. Und dies schlage aufs Gemüt. Drücke auf die Stimmung. Mache krank. Viele Menschen leiden in diesen Wochen und Monaten. Nur, das müsste nicht sein. Im Saastal herrscht grossartiges, wolkenfreies Wetter. Stahlblauer Himmel. Wärmende Sonne. Weisse Berggipfel. Einfach grossartig. Und eben, absolut nebelfrei. Von den einzigartigen Wintersportverhältnissen ganz zu schweigen. Wer unter dem Nebel leidet und sich etwas Gutes tun möchte, sollte unverzüglich ein paar Tage in der Freien Ferienrepublik Saas-Fee verbringen. Das wäre Balsam für die Seele …
Klar, ich fahre morgen Abend zurück. Ins nebelfreie Saastal. In die Sonne. In die feinstofffreie Luft. Ins Paradies. Im Saas ist es einfach nebelfrei, sonnig. Klar, es mag Gründe geben, unter der Nebeldecke zu arbeiten und zu wohnen. Aber ein nebelfreies, sonniges Skiweekend im Saastal zu buchen, das steht jedem vernünftigen Menschen frei … Wer diese Chance nicht packt, ist selber schuld.
Christoph Gysel


Überzogene Saastalwerbung?

Ich arbeite auch für Radiostationen. Vor allem meine Morgengedanken sind da gefragt. Meine Begeisterung für die Freie Ferienrepublik Saas-Fee wirft nun aber Fragen zum Thema „Produktewerbung“ auf.
Dass ich vom Saastal begeistert bin, merkt wohl jeder Leser. Dass ich hier Heimat gefunden habe, es mir die Viertausender und die Saaser einfach angetan haben, wohl ebenfalls. Das ist auch ganz ok so. Nun habe ich allerdings eine Nachricht eines Radioredaktors bekommen, der fand, dass ich in meinen Morgengedanken schon etwas viel und sehr positiv vom Saastal rede. Die Werbung dabei sei schon grenzwertig.
Doch was kann ich dafür, dass ich meine besten Ideen inmitten der Saaser Viertausender erhalte? Wenn die Sonne, die gesunde, feinstaubfreie Luft mein Hirn befreit zu kreativen Gedanken? Wenn die Begegnungen mit den Menschen hier immer neuen Schreibstoff liefern? Das Saastal ist mein Kreativort. Hier entstehen meine Texte. Radioansprachen. Vorträge.
Zu verheimlichen, wo solches entsteht, wäre doch gemein. Das hat übrigens auch die Redaktion des entsprechenden Radios nun eingesehen. Mir bestätigt, genau so weiter zu arbeiten. Die Freie Ferienrepublik Saas-Fee gehört zu mir und meinem kreativen Schaffen. Und wer mich und meine Arbeit liebt, wird halt unweigerlich mit meiner Heimat, dem Saastal konfrontiert. Ohne Saas wären meine Texte sicher weniger kreativ.
Ich bin allerdings überzeugt, dass das Saastal auch für viele andere Menschen ein einzigartiger Kreativort werden könnte. Eine Heimat für Sportler und Künstler.
Christoph Gysel

Dienstag, 10. Januar 2017

Kritikfähig?

MMitmenschen zu kritisieren fällt leicht. Selber Kritik anzunehmen erscheint schwieriger. Warum nur? Wir wissen schliesslich, dass uns Kritik weiter bringt.
Der Begriff „nicht kritikfähig“ ist mir in den vergangenen Wochen sogar in der Freien Ferienrepublik Saas-Fee begegnet. Unverständlich. Bei so paradiesischen Zuständen wie sie im Saastal herrschen: Schneesichere, top präparierte Pisten; feinstaubfreie, gesunde Luft; mediterranes Klima mit viel Sonne; grossartige Events und Freizeitmöglichkeiten und eine einzigartige Berg- und Gletscherwelt. Das Paradies sollte doch auch auf das Verhalten der Menschen abfärben. Meinte ich.
Aber da sind mir in den vergangenen Tagen ein paar ganz schräge Geschichten zu Ohren gekommen. Mitarbeiter, die mit berechtigter Kritik von Gästen/Kunden nicht zurecht gekommen sind. Laut geworden sind. Sich rechtfertigen mussten. Die Schuld auf die Kollegen oder gar den Chef abwälzten. Billige Ausreden vorschoben. Oder zumindest sehr beleidigt reagierten. Bloss, damit sind unzufriedene Kunden nicht zu beruhigen.
Die Chance hilfreicher Kritik wird oft verkannt. Denn durch Kritik lernen wir mehr als durch Lob. So hat der französische Adlige, Francois de La Rochefoucauld, vor über 300 Jahren schon festgestellt: „Nur wenige Leute sind klug genug, hilfreichen Tadel nichtssagendem Lob vorzuziehen.“ Noch krasser lautet ein amerikanisches Sprichwort: „Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert als durch Kritik gerettet werden.“
Natürlich erwarte ich, dass Kritik fundiert ist und mit Respekt angebracht wird. Unqualifiziertes Schimpfen von destruktiven Besserwissern würde ich nicht als Kritik bezeichnen. Kritik ist nämlich ganz einfach eine „sachliche Beurteilung“. Und die können wir uns doch ruhig gefallen lassen. Denn sie bringt uns weiter.
Klar, hilfreiche Kritik wendet sich nicht gegen Personen sondern an Dinge, die besser gemacht werden können. Da wird sachlich und emotionslos auf ein Problem hingewiesen. Am besten wird auch noch ein Vorschlag zur Verbesserung der Sachlage gemacht. Versuchen wir doch in dem Sinne das 
Paradies Saastal noch besser werden zu lassen.
Christoph Gysel